Diese Frage, was Hypnose eigentlich ist, ist leider nicht so einfach zu beantworten.

Es gibt zahlreiche verschiedene Modelle, die das Wesen der Hypnose zu erklären versuchen. Aber auch, wenn diese Erklärungen in verschiedenen Punkten übereinstimmen, ist die Hypnose immer noch so geheimnisvoll wie vor 200 Jahren, als man begann, sie wissenschaftlich zu erforschen.

Bei dem Wort „Hypnose“ handelt es sich um eine Wortschöpfung, die inzwischen für allerlei verschiedene Bewusstseinszustände und Techniken verwendet wird.

Eine der treffendsten Definitionen von Hypnose lautet:
Hypnose ist ein vorübergehender Zustand veränderter, fixierter Aufmerksamkeit.

Als Hypnose (von Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes) wird entweder das Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance bezeichnet, die durch vorübergehend geänderte Aufmerksamkeit und meist tiefe Entspannung gekennzeichnet ist.

Oder der Begriff bezeichnet den Zustand der hypnotischen Trance, der durch eine hypnotische Induktion erreicht wird.

Die Begriffe „Hypnose“ und „Trance“ werden häufig synonym verwendet, wobei „Trance“ nur für den Zustand steht, „Hypnose“ hingegen den Zustand sowie das Verfahren bezeichnen kann.

Der Begriff „Hypnose“ stammt vom griechischen Wort hypnos, da man in der Anfangszeit der Forschung davon ausging, dass es sich um einen schlafähnlichen Zustand handelt.

 

Geschichte der Hypnose

Schon seit Urzeiten waren besondere Bewusstseinszustände bekannt und wurden von Schamanen, Priestern und sonstigen „geistigen Autoritäten“ herbeigeführt und benutzt.

Die einfachste Art solche Zustände zu erzeugen, sind Rauschmittel jeglischer Art. Vor tausenden von Jahren genauso wie heute.

Die Wissenschaft nahm erstmals 1770 den hypnotischen Zustand zur Kenntnis. Franz Anton Mesmer aus Meersburg experimentierte mit Magneten, die er Patienten auflegte. Er nannte den Effekt „Magnetismus animalis“, schrieb jedoch die Heilkräfte den Magneten zu.

Auf Grund von Mesmers Popularität nannte man den Vorgang des Hypnotisierens lange Zeit auch „Mesmerisieren“, ein Ausdruck, der im englischen heute noch existiert (to mesmerize = hypnotisieren).

Alfred Russel Wallace meinte mit Hilfe des Mesmerisierens die Gall’sche Schädelkarte nachweisen zu können.

Friedrich Engels kritisierte in einem zu Lebzeiten unveröffentlichten Text den Mesmerismus und Wallace Theorien als Irrglauben und Selbsttäuschung. Nach eigener Darstellung habe Engels einen zwölfjährigen Jungen ohne Magnete durch „gelindes Anstieren oder Bestreichen“ in einen hypnotischen Zustand versetzt, um dann den Jungen die Wirkung selbsterfundener gallscher Schädelbereiche nacherleben zu lassen.

Er kommt zum Schluss, dass sich immer erst Effekte einstellten, wenn dem „Patienten zu verstehn gegeben [wurde], was von ihm erwartet wurde.“ Der Glaube des Hypnotiseurs an die Schädelkarte ließ unbewusst die gewünschten Effekte beim Hypnotisierten eintreten, wie auch den Magneten Wirkkräfte zugeschrieben wurden, welche durch andere Ursachen entstanden.

In Großbritannien standen relativ viele Menschen dem Prozess des „Mesmerisierens“ recht kritisch gegenüber. Trotzdem besuchte der englische Augenarzt James Braid einen Auftritt des Magnetiseurs La Fontaine und stellte fest, dass das Flattern der Augenlider nicht gespielt werden konnte.

Da nun seine Neugierde geweckt wurde, begann er eigenhändig zu experimentieren, indem er Versuchspersonen bat, glänzende Gegenstände zu fixieren, um sie somit in einen Zustand der Trance zu geleiten.

Im Laufe der Zeit verwarf er die Ideen des magnetischen Animalismus und stellte stattdessen die Theorie von hirnphysiologischen Veränderungen, die während einer Trance stattfinden sollten, auf.

Braid führte zahlreiche Augenoperationen unter Hypnose durch und eröffnete so die Debatte um weitere Anwendungs- und Behandlungsmöglichkeiten.

Im 19. Jahrhundert war Frankreich mit den Schulen in Nancy (Ambroise-Auguste Liébeault, Hippolyte Bernheim) und Paris (Jean-Martin Charcot) führend in der Erforschung der Hypnose.

Sigmund Freud wurde 1885 bei Jean-Martin Charcot in Paris auf die Experimente von Mesmer aufmerksam und versuchte selbst diese Methode, um Patienten zu behandeln. Dies wurde zum Ausgangspunkt seiner Studien über Hysterie.

Später ließ er diese Methode jedoch wieder fallen und widmete sich seiner Technik der freien Assoziation. Schriften zeigen jedoch, dass Freud auch später noch mit Hypnose gearbeitet hat und er gegen Ende seines Lebens schreibt, dass seine Psychoanalyse, so wie er diese gelehrt und angewendet hat, ohne Hypnose undurchführbar sei.

Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zunächst durch Oskar Vogt (1870-1959), dann durch dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz (1884-1970), der daraus das autogene Training entwickelte, und später durch Klaus Thomas.

Im amerikanischen Sprachgebiet wurde die Hypnose wesentlich weiterentwickelt durch Milton H. Erickson (indirekte Hypnose), Kroger und Dave Elman (autoritäre Hypnose).

In England gilt John Hartland als einer der bekanntesten Hypnotiseure. Sein Buch Dictionary of Medical and Dental Hypnosis zählt auch heute noch zum offiziellen Ausbildungslehrwerk für britische Hypnoseärzte.

Dr. med. Milton H. Erickson begründete eine neue Form der Hypnosetherapie, die heute als die modernste Form der Hypnose gilt und aus der sich weitere psychologische Methoden wie z. B. das NLP (neurolinguistisches Programmieren) entwickelten.

Quelle: Wikipedia


 

Einer der bekanntesten deutschen Hypnotiseure, Hypnoseausbilder und Entwickler vom „morphogenetischer Somnambulismus®“ ist Wolfgang Künzel (alias „Alexander Cain“)

 


Was kann mit Hypnose erreicht werden?

Grundsätzlich können Sie alle Funktionen und Vorgänge im „System Mensch“ beeinflussen, an denen das Unterbewusstsein beteiligt ist. Dies ist ein unermessliches Feld von Möglichkeiten.

Hypnose wird häufig angewendet für bzw. bei:

  • abnehmen
  • rauchen aufhören
  • Motivation
  • besser lernen
  • Ängsten und anderen negativen seelischen Zuständen
  • Schmerzen
  • Schlafstörungen
  • Allergien
  • Selbstbewusstsein, Selbstsicherheit
  • und vieles, vieles andere mehr